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Fragen und Antworten zu Versicherungen

1. Was bedeutet Hausrat bei Versicherungen?

Als Hausrat gelten alle Sachen, die einem Haushalt zur Einrichtung, zum Gebrauch oder Verbrauch dienen; auch Bargeld. Dazu zählen u.a. Möbel, Kleidung, Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Schmuck, Hobby- und Sportgeräte, Musikinstrumente. Auch Wertsachen wie zum Beispiel Schmuck, Kunstgegenstände, handgeknüpfte Teppiche oder Münzen. Neben den alltäglichen Haushaltsgegenständen sollten die Wertgegenstände gesondert im Versicherungsvertrag aufgezeigt werden.

2. Welche Leistungen kann ich von einer privaten Hausratversicherung erwarten?

Die Hausratversicherung sichert Ihr Wohnungsinventar und ist damit die wichtigste Absicherung Ihres privaten Eigentums. Versichert sind Beschädigung, Zerstörung oder Diebstahl des Inventars. Sie deckt folgende Risiken ab: Einbruch-Diebstahl, Raub, Vandalismus, Brand, Blitzschlag, Explosion, Leitungswasser, Sturm, Hagel. Auch Aufräumungskosten gehören dazu. Im Falle eines Wohnungswechsels geht der Versicherungsschutz auf die neue Wohnung über.

3. Welche Versicherungssumme ist sinnvoll?

Die Hausratversicherung wird auf eine bestimmte Versicherungssumme abgeschlossen, sie muss dem Neuwert aller Sachen (einschließlich Kleidung, Teppiche und Wertsachen) entsprechen. Im Schadensfall ersetzt die Hausratversicherung jedes zerstörte oder gestohlene Stück, das noch in Gebrauch war zum Wiederbeschaffungspreis. Die Versicherungssumme sollte mindestens pro Quadratmeter Wohnfläche mit 500 Euro multipliziert werden.

4. Wann haftet die private Hausratversicherung nicht?

Die private Hausratversicherung haftet nicht, wenn der Versicherungsnehmer im Antrag falsche Angaben gemacht hat. Wurden die Schäden durch grobe Fahrlässigkeit (z. B. durch Rauchen im Bett) oder vorsätzlich herbeigeführt, entfällt der Schutz ebenfalls.

5. Was bedeutet unterversichert?

Ist der Wert des Besitzes höher als die vereinbarte Versicherungssumme, spricht man von einer Unterversicherung. Im Schadensfall bedeutet dies, dass die Versicherungssumme den entstandenen Schaden nicht vollständig abdeckt. Die meisten Versicherungen bieten jedoch entsprechende Möglichkeiten, eine Unterversicherung auszuschließen.

6. Woran orientieren sich die Beitragshöhen einer privaten Hausratversicherung?

Aufgrund des regional unterschiedlichen Schadenverlaufs gibt es verschiedene Gefährdungszonen und dadurch verschiedene Beitragshöhen. Am günstigsten ist die Versicherung des Hausrats in dünnbesiedelten ländlichen Gebieten, das heißt in weniger einbruchgefährdeten Gebieten. Hier kostet die Hausratpolice zwischen 0,75 und 1,00 Euro je 500 Euro Versicherungssumme pro Jahr. Am teuersten ist sie in Großstädten und Ballungsräumen. Hier kostet sie zwischen 1,25 und 2,00 Euro je 500 Euro Versicherungssumme.

7. Welche Räumlichkeiten sind in der Hausratversicherung inbegriffen?

Inbegriffen sind alle Räume der im Versicherungsschein angegebenen Wohnung mit der gesamten Wohnfläche. Das bedeutet, die Grundfläche aller Räume, einschließlich Hobbyräume. Ausgeschlossen sind Treppen, Balkone, Loggien und Terrassen sowie Keller, Speicher und Bodenräume, die nicht zu Wohn- oder Hobbyzwecken genutzt werden. Da die Wohnfläche die Grundlage für den Tarif bildet, sollte die Feststellung der Wohnungsgröße mit besonderer Sorgfalt getroffen werden.

8. Was bedeutet der Schadenfreiheitsrabatt?

Entstand innerhalb eines Kalenderjahres kein Schaden, für das Entschädigungsleistungen erbracht oder Rückstellungen gebildet wurden, so kann der Versicherungsvertrag im folgenden Kalenderjahr in eine günstigere Schadenfreiheitsklasse eingestuft werden. Der dadurch erlangte „Schadenfreiheitsrabatt“ wirkt sich positiv auf die monatliche Beitragshöhe aus.

9. Was bedeutet Selbstbeteiligung?

Selbstbeteiligung ist die Beteiligung eines Versicherungsnehmers an einem ihm entstandenen Schaden. Die im Versicherungsvertrag vereinbarte Selbstbeteiligung hat entscheidenden Einfluss auf die Höhe des Versicherungsbeitrages. Je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger die monatlichen Beiträge.

10. Was bedeutet Außenversicherung?

Die Außenversicherung ist ein Bestandteil der Hausratversicherung. Gewährt wird ein Versicherungsschutz auch außerhalb des vereinbarten Versicherungsortes. Die betroffenen (Wert-)Gegenstände dürfen sich nur vorübergehend, also nicht länger als drei Monate, außerhalb der versicherten Wohnung befinden. Auch Gegenstände, die in Reparatur gegeben wurden, sind mitversichert. Die Grenze liegt bei 10.000 Euro oder höchstens zehn Prozent der Versicherungssumme.

11. Was muss ich bei einem Wohnungswechsel beachten?

Eine der wichtigsten Fragen bei einem Wohnungswechsel ist die Frage nach dem Versicherungsschutz. Was passiert zum Beispiel, wenn bei einem Umzug (Wert-)Gegenstände beschädigt werden? Greift meine Versicherung auch während des Umzuges und was geschieht in der neuen Wohnung?

Der Versicherungsschutz einer Hausratversicherung geht bei einem Umzug automatisch auf die neue Wohnung über. Während des Umzugs besteht der Versicherungsschutz in beiden Wohnungen. Der Versicherungsschutz in der alten Wohnung erlischt jedoch spätestens zwei Monate nach Umzugsbeginn. Melden Sie also Ihre neue Anschrift so schnell wie möglich Ihrem Versicherungsunternehmen.

12. Weshalb ist die Wohngebäudeversicherung sinnvoll?

Die Gebäudeversicherung ist keine Pflicht aber äußerst sinnvoll für jeden Hauseigentümer. Versichert sind Schäden am Gebäude und den damit verbundenen fest installierten Gegenständen, die durch Leitungswasser, Feuer (ausgelöst durch Brand, Blitz oder Explosion), Hagel oder Sturm verursacht werden. Der Versicherungsschutz umfasst alle Gebäude sowie Garagen und andere Nebengebäude, die sich auf dem Grundstück befinden. Dafür müssen alle Gebäude im Versicherungsvertrag aufgeführt sein. Darüber hinaus sind auch alle Teile, die fest mit diesen Bauten verbunden sind, in der Gebäudepolice mitversichert. Das sind beispielsweise Einbauküchen, aber auch Markisen und Heizungsanlagen. Wichtig: Auch die eingebauten Teile müssen in der Police aufgeführt sein. Andernfalls sind sie nicht versichert.

Die Gebäudeversicherung bezahlt neben der Neubeschaffung von Gegenständen und Instandsetzung des Hauses auch notwendige weitere Maßnahmen. Dazu zählen Aufräum-, Abbruch-, Bewegungs- und Schutzarbeiten. Während die Hausratversicherung für Schäden an allen beweglichen Gütern innerhalb der eignen vier Wände aufkommt, haftet sie nicht bei festen Gegenständen wie eben Gebäuden. Eine eigenständige Wohngebäudeversicherung ist daher unbedingt empfehlenswert.

13. Was ist vor dem Vertragsabschluss einer Gebäudeversicherung zu beachten?

Die entscheidenden Punkte bei der Wahl der richtigen Wohngebäudeversicherung sind der Versicherungsumfang, der weitgehend selbst bestimmt werden kann, und die Beitragshöhe. Der Beitrag sollte selbstverständlich möglichst niedrig und der Leistungsumfang möglichst hoch sein. Daher lohnt sich ein Preisvergleich. Ziel der Gebäudeversicherung ist es, dass Immobilienbesitzer nach einem Schaden den Betrag ausbezahlt bekommen, der für die komplette Schadensbehebung notwendig ist. Daher bietet sich eine gleitende Neuwertversicherung an. Bei Abschluss der Versicherung werden die Herstellungskosten des Gebäudes genau ermittelt. Nach ihnen bemisst sich die Versicherungssumme.

14. Welche Kosten werden bei der Gebäudeversicherung übernommen?

Die Gebäude, Garagen und weitere Nebengebäude auf dem Grundstück, die im Versicherungsschein angegeben sind, sind über die Wohngebäudepolice versichert. Darüber hinaus Teile, die mit dem Gebäude fest verbunden sind (zum Beispiel Markisen oder Heizungsanlagen). Die Versicherung leistet bei notwendigen Reparaturkosten, die nach einem Feuer, Leitungswasser-, Sturm- oder Hagelschaden anfallen. Schäden durch Naturgewalten können optional mit einer Elementarversicherung abgedeckt werden. Wichtig: Vom Mieter eingebaute Gegenstände sind nicht über die Gebäudeversicherung des Eigentümers versichert.

15. Welche Kosten werden bei der Gebäudeversicherung nicht übernommen?

Schäden, die vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden, sind nicht abgedeckt. Beispiel: Ist ein Haus im Winter unbeheizt und es kommt aufgrund eines Rohrbruchs zu einem Leitungswasserschaden, besteht kein Leistungsanspruch.

16. Welche Deckungssummen sind sinnvoll?

Die Versicherungssumme richtet sich immer nach dem Wert des zu versichernden Gebäudes. Sie kann entweder anhand eines Wertermittlungsbogens, Gutachtens oder auf der Grundlage der tatsächlichen Baukosten ermittelt werden. Entscheidend ist die korrekte Ermittlung der Versicherungssumme in Hinblick auf die drohende Unterversicherung. Die Versicherungssumme wird zunächst auf den fiktiven Wert, den das Gebäude im Jahre 1914 gehabt hätte, ausgelegt. Die Versicherungssumme für die Gegenwart wird mittels des Bundesbauindexes errechnet, der die jährlichen Veränderungen beispielsweise der Preise oder Löhne erfasst. Wer es einfacher möchte, kann auch einen Wert pro Quadratmeter annehmen und so die Versicherungssumme festlegen

17. Auf welche Leistungen kommt es an?

Viele Versicherer bieten Pakete an, die die häufigsten Risiken Feuer, Sturm, Hagel und Leitungswasser beinhalten. Darüber hinaus gibt es Möglichkeit, die Gebäudeversicherung zu erweitern. Eine Zusatzoption wäre beispielsweise ein Schutz gegen Überspannungsschäden. Schlägt der Blitz in Antennen oder Leitungen ein, kann die starke Spannung Ihre Elektrogeräte zerstören. Gegen Aufpreis kann sogar die eigene Fahrlässigkeit versichert werden. Dann haftet die Versicherung auch, wenn der Versicherungsnehmer zum Beispiel den Kamin brennen lässt und für eine längere Zeit das Haus verlässt.

18. Welche Vorteile bringt ein Vergleich bei der Gebäudeversicherung?

Sowohl der Leistungsumfang als auch die Prämienhöhe schwanken zwischen den einzelnen Anbietern stark. Ein Preisvergleich sollte unbedingt vorgenommen werden. Eine Gebäudeversicherung ist für Immobilienbesitzer im Grunde unentbehrlich. Denn Gebäudeschäden sind sehr teuer.

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